Verbandsmitteilungen
Weltreligionstag: KiTa Zweckverband stärkt interreligiösen Dialog
Jedes Jahr am dritten Sonntag im Januar wird weltweit der Weltreligionstag begangen: in 2026 am 18. Januar. Der Aktionstag macht auf die Vielfalt der Religionen aufmerksam und rückt den interreligiösen Dialog sowie die Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen in den Mittelpunkt.
Auch in den katholischen Kindertageseinrichtungen des KiTa Zweckverbandes spielt interreligiöse Bildung eine wichtige Rolle. „Unsere KiTas sind Orte religiöser Vielfalt. Neben dem christlichen Glauben sind viele andere Religionen und Kulturen in den Einrichtungen vertreten und willkommen“, erklärt Katarina Zovko, Religionspädagogin mit dem Schwerpunkt interreligiöse Arbeit. Die pädagogischen Fachkräfte greifen Feste und Traditionen verschiedener Religionen auf und orientieren sich dabei an der Lebenswirklichkeit der Kinder. Im Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede erfahren sie Wertschätzung für andere Kulturen und religiöse Traditionen.
„Wir leben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft. Für das friedliche Miteinander sind Respekt und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen und Religionsgemeinschaften sehr wichtig. Und das lernen Kinder in unseren katholischen KiTas schon von Anbeginn“, ergänzt die Religionspädagogin. Bereits in der frühkindlichen Bildung werde so der Grundstein für Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Zusammenleben gelegt.
Arbeitskreis Interreligiosität
Nicht nur für die Kinder, auch für die Mitarbeitenden ist interreligiöse Bildung bedeutsam. Der Arbeitskreis Interreligiosität des KiTa Zweckverbandes trifft sich viermal im Jahr und bietet pädagogischen Fachkräften einen geschützten Raum, um sich mit der eigenen Kultur- und Religionszugehörigkeit auseinanderzusetzen und mehr über andere Religionen und Konfessionen zu erfahren.
Im Rahmen des Arbeitskreises tauschen sich die Teilnehmenden über Erlebnisse, Fragestellungen und Herausforderungen rund um das interreligiöse Miteinander aus. Besuche in verschiedenen Gotteshäusern – etwa Synagoge, Moschee oder Tempel – ermöglichen ihnen authentische Einblicke in religiöse Praxis und Lebenswelten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, wie Feste anderer Religionen in den KiTas kindgerecht thematisiert und in den pädagogischen Alltag integriert werden können. „Die Beschäftigung mit und der Austausch über diese Themen, die die Lebenswirklichkeit vieler Kinder widerspiegeln, erweitern den eigenen Horizont“, sagt Zovko, die den Arbeitskreis leitet.
Durch diese regelmäßige Auseinandersetzung erweitern die Mitarbeitenden nicht nur ihr eigenes Wissen, sondern stärken auch ihre interreligiöse Kompetenz – eine wichtige Grundlage, um Kinder sensibel, wertschätzend und fachlich fundiert in einer vielfältigen Gesellschaft zu begleiten.
