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Aufbruch ins Grüne: KiTa Heilig Geist setzt auf Natur- und Erlebnispädagogik
Für die KiTa Heilig Geist in Gelsenkirchen beginnt in den kommenden Wochen ein neues Kapitel: 50 Kinder werden auf das Gelände „Hof Holz“ an der Braukämperstraße ziehen und zwei Naturgruppen bilden. Im Fokus steht eine erlebnisorientierte Pädagogik, bei der die Kinder Natur hautnah erfahren und sich überwiegend im Freien aufhalten.
Im Frühjahr 2026 zieht die KiTa Heilig Geist auf das rund 3.000 Quadratmeter große Gelände „Hof Holz“ um. Der neue Standort bringt nicht nur den neuen Namen „Natur- und Erlebnis-KiTa Hof Holz“ mit sich, sondern auch ein neues pädagogisches Konzept: Künftig wird die Natur- und Erlebnispädagogik einen Schwerpunkt der KiTa Heilig Geist darstellen. Die zwei Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden sich überwiegend im Freien aufhalten. Zwei Blockbohlenhäuser bieten darüber hinaus Gelegenheit, bestimmte pädagogische Aktivitäten gezielt in geschlossenen Räumlichkeiten durchzuführen.
Naturnah und nachhaltig
Im Kontext der Natur- und Erlebnispädagogik soll den Kindern viel Raum für das natürliche Spiel, das Forschen mit Naturmaterialien und für Erfahrungen mit Tieren und Pflanzen gegeben werden. So ist unter anderem die Mitversorgung der auf dem Hof lebenden Schafe in der pädagogischen Konzeption der KiTa verankert. Auch das Anpflanzen, Ernten und Verarbeiten von Lebensmitteln ist für den KiTa-Alltag vorgesehen, wobei selbstverständlich alle gesetzlich geforderten Bildungsbereiche für die Kinder abgebildet werden.
„In der Natur stehen in nahezu unbegrenzter Menge und Vielfalt Spielmöglichkeiten, Bau- und Gestaltungsmaterialien zur Verfügung, die die Kreativität und Eigeninitiative der Kinder anregen“, berichtet KiTa-Leiterin Susanne Hülsken. Den Kindern wird der Raum und die Zeit geboten, ökologische Zusammenhänge zu entdecken und ein Bewusstsein für nachhaltiges Zusammenleben zu entwickeln. „Denn gerade in Zeiten des Klimawandels gewinnt der Naturschutz schon in der frühkindlichen Bildung an Bedeutung“, betont Hülsken.
Dass Kinder in einem zunehmend städtisch geprägten Umfeld aufwachsen, sei ebenfalls ein Argument für die Natur- und Erlebnispädagogik. „Wir möchten den Kindern einen Ausgleich zum oftmals hektischen Alltag bieten und ihnen die Möglichkeit geben, ihrer Fantasie und ihrem Bewegungs- und Interaktionsdrang freien Lauf zu lassen“, so Hülsken. Jedes Kind soll sich individuell entfalten und ausprobieren können.
Die Mitarbeitenden blicken optimistisch auf ihre Tätigkeit auf „Hof Holz“. „Sie freuen sich auf die neuen Herausforderungen und bereiten sich bereits gemeinsam mit der Fachberatung des KiTa Zweckverbandes auf den neuen pädagogischen Schwerpunkt vor“, berichtet die KiTa-Leiterin.
Platz für alle Bedürfnisse
Das neue pädagogische Konzept und das großzügige Gelände eröffnen langfristig vielversprechende Perspektiven: Auch die zweigruppige KiTa Liebfrauen (Rosenstraße) wird perspektivisch auf das Gelände ziehen. Gemeinsam entsteht dann eine große, fünfgruppige Einrichtung. Im Zuge dieser Entwicklung wird auch das denkmalgeschützte Gebäude auf dem Gelände umgestaltet und für die pädagogische Arbeit der KiTa nutzbar gemacht. Vorgesehen sind insgesamt zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren, zwei U3-Gruppen sowie eine U2-Gruppe.
Für neue Familien wird es ab August 2026 noch wenige freie Plätze in der KiTa Hof Holz geben. Die Anmeldung erfolgt über das KiTa-Portal der Stadt Gelsenkirchen.
Hintergrund
1970 wurde die KiTa Heilig Geist in der Giebelstraße errichtet. 2006 entlastete der KiTa Zweckverband die Pfarrei St. Urbanus und übernahm die Trägerschaft. Bereits seit 2018 ist bekannt, dass die Pfarrei das Areal an der Giebelstraße veräußern wird. Die katholische KiTa Heilig Geist weicht einem Bauprojekt der Deutschen Reihenhaus AG.



