18.03.2026
Verbandsmitteilungen

Aufbruch ins Grüne: KiTa Heilig Geist setzt auf Natur- und ‎Erlebnispädagogik ‎

Für die KiTa Heilig Geist in Gelsenkirchen beginnt in den kommenden Wochen ein ‎neues Kapitel: 50 Kinder werden auf das Gelände „Hof Holz“ an der ‎Braukämperstraße ziehen und zwei Naturgruppen bilden. Im Fokus steht eine ‎erlebnisorientierte Pädagogik, bei der die Kinder Natur hautnah erfahren und ‎sich überwiegend im Freien aufhalten.‎

Im Frühjahr 2026 zieht die KiTa Heilig Geist auf das rund 3.000 Quadratmeter große Gelände ‎‎„Hof Holz“ um. Der neue Standort bringt nicht nur den neuen Namen „Natur- und Erlebnis-‎KiTa Hof Holz“ mit sich, sondern auch ein neues pädagogisches Konzept: Künftig wird die ‎Natur- und Erlebnispädagogik einen Schwerpunkt der KiTa Heilig Geist darstellen. Die zwei ‎Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden sich überwiegend im Freien ‎aufhalten. Zwei Blockbohlenhäuser bieten darüber hinaus Gelegenheit, bestimmte ‎pädagogische Aktivitäten gezielt in geschlossenen Räumlichkeiten durchzuführen. ‎

Naturnah und nachhaltig

Im Kontext der Natur- und Erlebnispädagogik soll den Kindern viel Raum für das natürliche ‎Spiel, das Forschen mit Naturmaterialien und für Erfahrungen mit Tieren und Pflanzen ‎gegeben werden. So ist unter anderem die Mitversorgung der auf dem Hof lebenden Schafe ‎in der pädagogischen Konzeption der KiTa verankert. Auch das Anpflanzen, Ernten und ‎Verarbeiten von Lebensmitteln ist für den KiTa-Alltag vorgesehen, wobei selbstverständlich ‎alle gesetzlich geforderten Bildungsbereiche für die Kinder abgebildet werden.‎

‎„In der Natur stehen in nahezu unbegrenzter Menge und Vielfalt Spielmöglichkeiten, Bau- ‎und Gestaltungsmaterialien zur Verfügung, die die Kreativität und Eigeninitiative der Kinder ‎anregen“, berichtet KiTa-Leiterin Susanne Hülsken. Den Kindern wird der Raum und die Zeit ‎geboten, ökologische Zusammenhänge zu entdecken und ein Bewusstsein für nachhaltiges ‎Zusammenleben zu entwickeln. „Denn gerade in Zeiten des Klimawandels gewinnt der ‎Naturschutz schon in der frühkindlichen Bildung an Bedeutung“, betont Hülsken.‎

Dass Kinder in einem zunehmend städtisch geprägten Umfeld aufwachsen, sei ebenfalls ein ‎Argument für die Natur- und Erlebnispädagogik. „Wir möchten den Kindern einen Ausgleich ‎zum oftmals hektischen Alltag bieten und ihnen die Möglichkeit geben, ihrer Fantasie und ‎ihrem Bewegungs- und Interaktionsdrang freien Lauf zu lassen“, so Hülsken. Jedes Kind soll ‎sich individuell entfalten und ausprobieren können. ‎

Die Mitarbeitenden blicken optimistisch auf ihre Tätigkeit auf „Hof Holz“. „Sie freuen sich auf ‎die neuen Herausforderungen und bereiten sich bereits gemeinsam mit der Fachberatung ‎des KiTa Zweckverbandes auf den neuen pädagogischen Schwerpunkt vor“, berichtet die ‎KiTa-Leiterin.‎

Platz für alle Bedürfnisse

Das neue pädagogische Konzept und das großzügige Gelände eröffnen langfristig ‎vielversprechende Perspektiven: Auch die zweigruppige KiTa Liebfrauen (Rosenstraße) wird ‎perspektivisch auf das Gelände ziehen. Gemeinsam entsteht dann eine große, fünfgruppige ‎Einrichtung.‎ Im Zuge dieser Entwicklung wird auch das denkmalgeschützte Gebäude auf ‎dem Gelände umgestaltet und für die pädagogische Arbeit der KiTa nutzbar gemacht. ‎Vorgesehen sind insgesamt zwei Gruppen für Kinder über drei Jahren, zwei U3-Gruppen ‎sowie eine U2-Gruppe. ‎

Für neue Familien wird es ab August 2026 noch wenige freie Plätze in der KiTa Hof Holz ‎geben. Die Anmeldung erfolgt über das KiTa-Portal der Stadt Gelsenkirchen. ‎

Hintergrund ‎

1970 wurde die KiTa Heilig Geist in der Giebelstraße errichtet. 2006 entlastete der KiTa ‎Zweckverband die Pfarrei St. Urbanus und übernahm die Trägerschaft. Bereits seit 2018 ist ‎bekannt, dass die Pfarrei das Areal an der Giebelstraße veräußern wird. Die ‎katholische KiTa Heilig Geist weicht einem Bauprojekt der Deutschen Reihenhaus AG.