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Bildung fängt in der KiTa an
Anlässlich des „Internationalen Tags der Bildung“ am 24. Januar 2025 rückt die Bedeutung frühkindlicher Bildung in den Fokus. Kindertageseinrichtungen sind weit mehr als Betreuungsorte – sie sind die ersten Bildungseinrichtungen im Leben eines Kindes. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes ist es für den KiTa Zweckverband entscheidend, diesen Auftrag klar zu benennen und konsequent zu stärken.
Die frühe Kindheit ist prägend für die Bildungsbiografie eines Menschen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass insbesondere in den ersten sechs Lebensjahren zentrale Grundlagen für soziale Kompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung und die Freude am Lernen gelegt werden. Kindertageseinrichtungen übernehmen damit eine Schlüsselrolle und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.
„Der Tag der Bildung erinnert daran, dass Bildung nicht erst mit dem Schuleintritt beginnt. Kindertageseinrichtungen sind bedeutsame Bildungsinstitutionen – und sie müssen auch politisch als solche anerkannt werden“, betont Verena kleine Holthaus, Geschäftsführerin des KiTa Zweckverbandes. „In der aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes geht es um grundlegende Weichenstellungen: ob frühkindliche Bildung qualitativ hochwertig gestaltet werden kann oder zunehmend auf organisatorische und finanzielle Fragen reduziert wird. Entscheidend ist, dass Qualität und die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt stehen müssen.“
Qualität braucht verlässliche Rahmenbedingungen
Im Zentrum pädagogischer Arbeit steht das Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen. Es hat Anspruch auf Bildung und verlässliche Begleitung. Kinderschutz, Inklusion, Demokratiebildung und alltagsintegrierte Sprachbildung sind feste Bestandteile des KiTa-Alltags. „Im Zuge der KiBiz-Revision bleibt offen, wie bewährte Programme wie die Sprach-KiTas künftig verlässlich abgesichert und systematisch weitergeführt werden sollen“, sagt Verena kleine Holthaus.
Die fachlich anspruchsvolle Bildungsarbeit geht mit einem wachsenden organisatorischen und administrativen Aufwand einher. Aufgaben nehmen weiter zu, ohne dass die dafür notwendigen personellen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen im gleichen Maß mitwachsen. Für viele Einrichtungen bedeutet dies, Qualität unter zunehmend schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.
Kindertageseinrichtungen ermöglichen zugleich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese wichtige Funktion darf jedoch nicht den Blick auf den Kernauftrag verstellen. KiTas sind in erster Linie Bildungseinrichtungen für Kinder. Vor dem Hintergrund der geplanten Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes wird deutlich, wie stark politische Entscheidungen die Qualität frühkindlicher Bildung beeinflussen. Veränderungen in Finanzierung, Strukturen oder Organisation müssen sich daran messen lassen, ob sie den Bildungsauftrag stärken oder schwächen.
„Frühkindliche Bildung braucht klare Prioritäten. Wenn Qualität nicht der Maßstab ist, verlieren am Ende die Kinder – und damit die Gesellschaft insgesamt. Der Tag der Bildung erinnert daran, dass Investitionen in KiTas Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft sind“, so Verena kleine Holthaus.
