22.01.2026
Verbandsmitteilungen

Bildung fängt in der KiTa an ‎

Anlässlich des „Internationalen Tags der Bildung“ am 24. Januar 2025 rückt die ‎Bedeutung frühkindlicher Bildung in den Fokus. Kindertageseinrichtungen ‎sind weit mehr als Betreuungsorte – sie sind die ersten Bildungseinrichtungen ‎im Leben eines Kindes. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen ‎Diskussionen um die Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes ist es für ‎den KiTa Zweckverband entscheidend, diesen Auftrag klar zu benennen und ‎konsequent zu stärken.‎

Die frühe Kindheit ist prägend für die Bildungsbiografie eines Menschen. ‎Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass insbesondere in den ersten sechs ‎Lebensjahren zentrale Grundlagen für soziale Kompetenzen, ‎Persönlichkeitsentwicklung und die Freude am Lernen gelegt werden. ‎Kindertageseinrichtungen übernehmen damit eine Schlüsselrolle und leisten einen ‎unverzichtbaren Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.‎

‎„Der Tag der Bildung erinnert daran, dass Bildung nicht erst mit dem Schuleintritt ‎beginnt. Kindertageseinrichtungen sind bedeutsame Bildungsinstitutionen – und ‎sie müssen auch politisch als solche anerkannt werden“, betont Verena kleine ‎Holthaus, Geschäftsführerin des KiTa Zweckverbandes. „In der aktuellen ‎Diskussion um die Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes geht es um ‎grundlegende Weichenstellungen: ob frühkindliche Bildung qualitativ hochwertig ‎gestaltet werden kann oder zunehmend auf organisatorische und finanzielle ‎Fragen reduziert wird. Entscheidend ist, dass Qualität und die Bedürfnisse der ‎Kinder im Mittelpunkt stehen müssen.“‎

Qualität braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Im Zentrum pädagogischer Arbeit steht das Kind mit seinen individuellen ‎Voraussetzungen. Es hat Anspruch auf Bildung und verlässliche Begleitung. ‎Kinderschutz, Inklusion, Demokratiebildung und alltagsintegrierte Sprachbildung ‎sind feste Bestandteile des KiTa-Alltags. „Im Zuge der KiBiz-Revision bleibt offen, ‎wie bewährte Programme wie die Sprach-KiTas künftig verlässlich abgesichert und ‎systematisch weitergeführt werden sollen“, sagt Verena kleine Holthaus.‎

Die fachlich anspruchsvolle Bildungsarbeit geht mit einem wachsenden ‎organisatorischen und administrativen Aufwand einher. Aufgaben nehmen weiter ‎zu, ohne dass die dafür notwendigen personellen, zeitlichen und finanziellen ‎Ressourcen im gleichen Maß mitwachsen. Für viele Einrichtungen bedeutet dies, ‎Qualität unter zunehmend schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten. ‎

Kindertageseinrichtungen ermöglichen zugleich die Vereinbarkeit von Familie und ‎Beruf. Diese wichtige Funktion darf jedoch nicht den Blick auf den Kernauftrag ‎verstellen. KiTas sind in erster Linie Bildungseinrichtungen für Kinder. Vor dem ‎Hintergrund der geplanten Weiterentwicklung des Kinderbildungsgesetzes wird ‎deutlich, wie stark politische Entscheidungen die Qualität frühkindlicher Bildung ‎beeinflussen. Veränderungen in Finanzierung, Strukturen oder Organisation ‎müssen sich daran messen lassen, ob sie den Bildungsauftrag stärken oder ‎schwächen.‎

‎„Frühkindliche Bildung braucht klare Prioritäten. Wenn Qualität nicht der Maßstab ‎ist, verlieren am Ende die Kinder – und damit die Gesellschaft insgesamt. Der Tag ‎der Bildung erinnert daran, dass Investitionen in KiTas Investitionen in unsere ‎gemeinsame Zukunft sind“, so Verena kleine Holthaus.‎