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Demokratie erleben: KiTa-Kinder zu Gast im Essener Rathaus
Was passiert eigentlich in einem Rathaus? Dieser Frage gingen rund 20 Vorschulkinder der KiTa St. Suitbert bei einem Besuch im Essener Rathaus nach. Als Expert*innen für Kinderrechte stellten sie Oberbürgermeister Thomas Kufen Fragen zu seinem Beruf, zur Mitbestimmung in der Stadt und zum Umweltschutz.
Dass Kinder Rechte haben, wissen die Kinder der KiTa St. Suitbert ganz genau. Im pädagogischen Alltag setzen sie sich regelmäßig mit den Kinderrechten auseinander und lernen, ihre Anliegen zu formulieren und einzubringen. In den vergangenen Wochen beschäftigten sich die Kinder gemeinsam mit dem KiTa-Team intensiv mit dem Recht auf eine gesunde Umwelt. Ein Thema, das angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Kinder entwickelten eigene Ideen, wie sie sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen können. So organisierten sie einen autofreien Tag für Familien und Mitarbeitende, stellten Saatkugeln her und informierten sich über Recycling.
Um besser zu verstehen, wo wichtige Entscheidungen für das Zusammenleben in der Stadt getroffen werden, besuchten die Kinder außerdem das Essener Rathaus. Hier werden unter anderem Fragen der Stadtentwicklung, Mobilität und kommunalen Finanzen beraten und entschieden. Aspekte, die Einfluss auf das Recht auf eine gesunde Umwelt haben.
Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm sich Zeit für die Anliegen der Kinder. Als besonderes Geschenk überreichten sie ihm eine selbst gestaltete Pappfigur, an der sie ihre Wünsche für eine umweltfreundlichere Stadt befestigt hatten. Gleichzeitig bot die Figur Platz für Blumensamen, die vor Ort eingepflanzt wurden. Die Idee der Kinder: Die Figur soll künftig im Rathaus stehen und Besucher*innen daran erinnern, wie wichtig Umwelt- und Klimaschutz sind.
„Die Kinder haben sehr klar formuliert, was ihnen für eine lebenswerte Zukunft wichtig ist“, sagt Thomas Kufen. „Dieses Selbstbewusstsein und ihr Einsatz für Umwelt- und Alltagsthemen verdienen Aufmerksamkeit. Als künftige Generation werden sie unsere Stadt mitgestalten. Deshalb ist es wichtig, Kinder früh an Mitbestimmung heranzuführen und ihre Perspektiven ernst zu nehmen. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass Essen auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt bleibt.“
Zu den Wünschen der Kinder gehörten unter anderem mehr Radwege und zusätzliche Zebrastreifen. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass jede*r selbst etwas beitragen kann, etwa durch den Verzicht auf Einwegtüten oder indem das Auto häufiger stehen bleibt.
Begleitet wurden die Kinder von KiTa-Leiterin Britta Malzer sowie Verena kleine Holthaus, Geschäftsführerin im KiTa Zweckverband.
„Das Engagement der Kinder für Umwelt- und Klimaschutz ist beeindruckend“, betont Verena kleine Holthaus. „Durch die verschiedenen Aktionen in der KiTa und den Austausch mit dem Oberbürgermeister haben die Kinder erfahren, dass ihre Meinung wichtig ist und Gehör findet. Solche Erlebnisse stärken das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können. Gleichzeitig lernen die Kinder, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen und sich aktiv für ihre Rechte einzusetzen. Das ist ein wichtiger Baustein demokratischer Bildung.“



