17.04.2026
Verbandsmitteilungen

Fachtag stärkt Rolle der Religionsbeauftragten

Am 16. April 2026, fand in der Aula des Bischöflichen Generalvikariates ein Fachtag für alle Religionsbeauftragten des KiTa Zweckverbandes statt. Aus dem gesamten Bistumsgebiet nahmen rund 80 ausgebildete Expert*innen für religionspädagogische Angebote in der KiTa daran teil. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, sich über Methoden, Erfahrungen und Herausforderungen in der täglichen Praxis auszutauschen und die eigene fachliche Rolle weiter zu schärfen.

Seit 2015 können Mitarbeitende im KiTa Zweckverband eine Qualifizierung zu Religionsbeauftragten absolvieren.Ziel ist es, Kindern in katholischen KiTas einen Zugang zu Religion und religiösem Leben zu eröffnen und gleichzeitig die spirituelle Kompetenz der Mitarbeitenden zu fördern.

„Katholische Kindertageseinrichtungen sind Orte des Glaubens. Die Kolleg*innen tragen maßgeblich dazu bei, dass Kinder in unseren KiTas Religion als etwas Lebendiges und Alltagsnahes erfahren. Die Beauftragten greifen die Lebenswirklichkeit der Kinder auf und machen sie mit Werten, Ritualen und christlichem Leben vertraut. Als Fachexpert*innen ermutigen sie die Kinder, eine eigene religiöse Identität zu entwickeln“, betont Religionspädagogin Nicole Back, die den Fachtag leitete. Der regelmäßig stattfindende Austausch dient der Vertiefung verbandsspezifischer Themen und der Weiterentwicklung der religionspädagogischen Praxis.

Schwerpunkt: Rollenverständnis der Religionsbeauftragten

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das eigene Rollenverständnis. „Rollen zu reflektieren heißt, Verantwortung zu übernehmen – für die eigene Haltung, für die Kinder und für die Gemeinschaft. Wer seine Rolle kennt, kann sie bewusst gestalten“, sagt Back zur Themenwahl. Gemeinsam mit Gemeindereferentin Melanie Malitius aus der Stadtkirche St. Clemens in Oberhausen setzten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Rollenbildern auseinander – von Seelsorger*in über Gestalter*in bis hin zu Tonangeber*in. In einem moderierten Austausch reflektierten sie, welche Rollen sie in ihrem Arbeitsalltag einnehmen und welche Erwartungen damit verbunden sind.

Ein weiterer Programmpunkt war die gemeinsame Erarbeitung der Mose-Geschichte mit Kett-Materialien unter Anleitung von Pfarrerin Christine Stoppig aus der Menschenstadt Essen, ein Eigenbetrieb des Evangelischen Kirchenkreises Essen, der sich für die inklusive Teilhabe von Menschen mit Behinderung einsetzt. Die Teilnehmenden nutzten die biblische Erzählung als Impuls, um über ihre eigene Berufung und Motivation im religionspädagogischen Handeln ins Gespräch zu kommen.

Austausch und Vernetzung als zentrale Elemente

Für viele Teilnehmende ist der Fachtag ein fester Bestandteil ihrer jährlichen Fortbildung. „Ich nehme regelmäßig an Fortbildungen teil, um meine Expertise in dem Themenfeld zu festigen“, berichtet Branda Rütter aus der KiTa St. Johannes in Bochum. „Der jährlich stattfindende Fachtag ist eine wertvolle Ergänzung. Hier erhalte ich neue Impulse. Besonders der Austausch mit Kolleg*innen hilft mir, meine Rolle bewusster zu gestalten und meine religionspädagogische Arbeit weiterzuentwickeln.“