26.01.2026
Aus den KiTas

‎‎„Fantasieinsel“ eröffnet: Partizipation prägt den Öffnungsprozess ‎

Die KiTa St. Ludgerus in Gelsenkirchen geht einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Offenen Arbeit. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die räumliche Umgestaltung, sondern vor allem die Haltung, die diesem pädagogischen Ansatz zugrunde liegt: Kinder werden als aktive Mitgestalter ihrer Lernumgebung ernst genommen und in Entscheidungen konsequent einbezogen.

In den vergangenen Wochen haben Kinder und KiTa-Team gemeinsam die räumliche Situation der Einrichtung unter die Lupe genommen. Sie überlegten, wo welche Bildungsbereiche vorhanden sind und wie sie zukünftig gestaltet werden sollen. Ziel ist es, Lernorte zu schaffen, die den Kindern vielfältige Möglichkeiten bieten, selbstbestimmt zu spielen, zu forschen und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten.

Den Auftakt macht der Rollenspielbereich. Während einer Kinderkonferenz entschieden die Kinder selbst, dass dieser Bereich als erstes neugestaltet wird. Anschließend sammelten sie gemeinsam mit dem Team Möbel, Materialien und Spielutensilien aus der gesamten Einrichtung und richteten den Raum nach ihren Vorstellungen ein. Im freien Spiel entwickelten die Kinder kreative Namensideen, die später erneut in der Kinderkonferenz zur Abstimmung standen. Der Favorit war schnell gefunden: „Fantasieinsel“ – ein Name, der künftig den neu gestalteten Rollenspielbereich prägt.

Partizipation als gelebtes Prinzip

Bemerkenswert: Die Kinder betonten im Prozess ausdrücklich, dass auch die Erwachsenen an Entscheidungen beteiligt sein sollen. Dieser Wunsch zeigt, wie selbstverständlich die Kinder gemeinschaftliche Verantwortung und Mitbestimmung verstehen – zentrale Elemente der Offenen Arbeit und des Situationsansatzes.

Mit der Eröffnung der Fantasieinsel setzt die KiTa St. Ludgerus ein deutliches Zeichen für eine partizipative, wertschätzende und kindorientierte Lernkultur. Der Öffnungsprozess wird in den kommenden Monaten fortgeführt – stets mit dem Ziel, eine Umgebung zu schaffen, in der Kinder ihre Interessen, Ideen und Bedürfnisse einbringen und ihre Bildungswege aktiv mitgestalten können.