06.07.2026
Aus den KiTas

Forschung zum Anfassen: Uni-Besuch macht Wissenschaft für Kinder greifbar

Unter dem Motto „Biologie erleben“ erhielten die Vorschulkinder der KiTa Heilige Familie Essen einen Einblick in die Molekularbiologie. Die Arbeitsgruppe Molekularbiologie II von Prof. Dr. Shirley Knauer an der Universität Essen/ Duisburg öffnete ihre Labore und verwandelte wissenschaftliche Inhalte in ein Erlebnis, das die Kinder unmittelbar erreichte und begeisterte.

Gleich zu Beginn begegneten die Kinder dem kleinen Zell-Abenteurer Zelli, der sie spielerisch durch den menschlichen Körper führte. Aus seiner Perspektive erfuhren sie, welche Bedeutung Zellen für den Körper haben, wie sie arbeiten und wie sie Krankheitserreger abwehren. Die Figur schuf einen erzählerischen Rahmen, der die Kinder emotional abholte und ihnen das Gefühl vermittelte, selbst winzig klein zu werden und gemeinsam mit Zelli durch den Körper zu reisen.

Erste Schritte im Labor – Forschen wie die Großen

Nach der Geschichte durften die Kinder selbst aktiv werden und erlebten, wie sich Forschung anfühlt. Sie pipettierten farbige Flüssigkeiten, beobachteten, wie Farben sich mischen, und lernten dabei erste Labortechniken kennen. Beim Ausmalen von Zellen, Bakterien und Viren vertieften sie ihr neues Wissen, bevor sie aus Knete und Zahnstochern eigene Virusmodelle formten. Die Verbindung aus Experiment, Kreativität und Wissenschaft ließ die Kinder spüren, dass Forschung nicht abstrakt ist, sondern mit den eigenen Händen erfahrbar wird.

Forschung hinter den Kulissen – Staunen im Labor

Ein Rundgang durch die Labore der Universität zeigte den Kindern, wie vielfältig moderne Forschung sein kann. Sie sahen wissenschaftliche Mikroskope aus nächster Nähe und beobachteten ein Farbumschlagsexperiment, das chemische Reaktionen sichtbar machte. V

Begleitet wurde die Gruppe von Laura Schmidt, Spiros Salvanos, Kevin Le und Dr. Roland Grzeschik aus der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie. Die Forschenden erklärten geduldig, beantworteten Fragen und schafften eine Atmosphäre, in der Naturwissenschaften verständlich und zugänglich wurden. Ihr Engagement machte deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für gelungene Wissenschaftskommunikation sind.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine persönliche Urkunde als „Kleiner Zell Experte“. Die Auszeichnung unterstrich, dass Forschung nicht nur Erwachsenen vorbehalten ist, sondern dort beginnt, wo Neugier entsteht – und dass Wissenschaft spielerisch vermittelt werden kann.