08.07.2026
Aus den KiTas

Kinder schaffen ein „Igelparadies“ – Natur erleben und Verantwortung ‎übernehmen

Gemeinsam mit der Umwelt- und Naturpädagogin Janina Peitz haben die Kinder der KiTa ‎St. Gerwin in Wetter auf dem Außengelände ein „Igelparadies“ geschaffen. Das Projekt ‎verbindet Umweltbildung mit aktivem Naturschutz und zeigt, wie schon die Jüngsten ‎Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können.‎

‎„Als katholische Einrichtung des KiTa Zweckverbandes ist uns die Bewahrung der Schöpfung ‎ein wichtiges Anliegen“, betont KiTa-Leiterin Karen Buchholz. „Deshalb stand bei dem ‎Projekt nicht nur das Lernen über den heimischen Igel im Mittelpunkt, sondern auch die ‎Frage, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, Tiere und ihre Lebensräume zu schützen.“‎

Zu Beginn des Projektes lernten die Kinder den Igel auf spielerische Weise kennen. Sie ‎erfuhren, wie groß und schwer ein Igel ist, wovon er sich ernährt und welche Pflanzen sowie ‎Rückzugsmöglichkeiten er zum Leben benötigt. Anschließend wurden sie selbst aktiv: ‎Gemeinsam sammelten sie Holz für Totholzecken, bauten ein Igelhaus und richteten ‎Wasserstellen ein, die sie mit selbst bemalten Steinen gestalteten. Davon profitieren nicht ‎nur Igel, sondern auch Vögel und Insekten. Der neu entstandene Naturbereich wurde von ‎den Kindern sichtbar abgegrenzt und liebevoll dekoriert. Die für das Projekt verwendeten ‎Gehölze und Pflanzen wurden in einer benachbarten Baumschule erworben und vor Ort ‎eingepflanzt.‎

Ermöglicht und umgesetzt werden konnte das Projekt durch den Förderverein „Kleine ‎Schnecke“, der die Durchführung und die Zusammenarbeit mit der Umwelt- und ‎Naturpädagogin Janina Peitz unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zur ‎Realisierung dieses besonderen Naturerlebnisses geleistet hat.‎
‎„Wer die Schöpfung schützen möchte, muss schon die heranwachsende Generation dafür ‎begeistern. Wenn Kinder selbst einen Lebensraum für Tiere schaffen, lernen sie ‎Verantwortung nicht aus Büchern, sondern durch eigenes Handeln. Genau diese ‎Erfahrungen prägen sie weit über die KiTa-Zeit hinaus“, sagt Karen Buchholz.‎

Das Projekt macht deutlich, dass Umweltbildung weit über die Vermittlung von Wissen ‎hinausgeht. Die Kinder erleben unmittelbar, wie aus einer Idee ein wertvoller Lebensraum ‎entsteht und dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht. Das „Igelparadies“ wird sie ‎auch in Zukunft begleiten – als Ort zum Beobachten, Entdecken und Staunen und vielleicht ‎schon bald als Zuhause für seinen ersten stacheligen Bewohner.‎