Aus den KiTas
Kinder schaffen ein „Igelparadies“ – Natur erleben und Verantwortung übernehmen
Gemeinsam mit der Umwelt- und Naturpädagogin Janina Peitz haben die Kinder der KiTa St. Gerwin in Wetter auf dem Außengelände ein „Igelparadies“ geschaffen. Das Projekt verbindet Umweltbildung mit aktivem Naturschutz und zeigt, wie schon die Jüngsten Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können.
„Als katholische Einrichtung des KiTa Zweckverbandes ist uns die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Anliegen“, betont KiTa-Leiterin Karen Buchholz. „Deshalb stand bei dem Projekt nicht nur das Lernen über den heimischen Igel im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, Tiere und ihre Lebensräume zu schützen.“
Zu Beginn des Projektes lernten die Kinder den Igel auf spielerische Weise kennen. Sie erfuhren, wie groß und schwer ein Igel ist, wovon er sich ernährt und welche Pflanzen sowie Rückzugsmöglichkeiten er zum Leben benötigt. Anschließend wurden sie selbst aktiv: Gemeinsam sammelten sie Holz für Totholzecken, bauten ein Igelhaus und richteten Wasserstellen ein, die sie mit selbst bemalten Steinen gestalteten. Davon profitieren nicht nur Igel, sondern auch Vögel und Insekten. Der neu entstandene Naturbereich wurde von den Kindern sichtbar abgegrenzt und liebevoll dekoriert. Die für das Projekt verwendeten Gehölze und Pflanzen wurden in einer benachbarten Baumschule erworben und vor Ort eingepflanzt.
Ermöglicht und umgesetzt werden konnte das Projekt durch den Förderverein „Kleine Schnecke“, der die Durchführung und die Zusammenarbeit mit der Umwelt- und Naturpädagogin Janina Peitz unterstützt und damit einen wichtigen Beitrag zur Realisierung dieses besonderen Naturerlebnisses geleistet hat.
„Wer die Schöpfung schützen möchte, muss schon die heranwachsende Generation dafür begeistern. Wenn Kinder selbst einen Lebensraum für Tiere schaffen, lernen sie Verantwortung nicht aus Büchern, sondern durch eigenes Handeln. Genau diese Erfahrungen prägen sie weit über die KiTa-Zeit hinaus“, sagt Karen Buchholz.
Das Projekt macht deutlich, dass Umweltbildung weit über die Vermittlung von Wissen hinausgeht. Die Kinder erleben unmittelbar, wie aus einer Idee ein wertvoller Lebensraum entsteht und dass ihr eigenes Handeln einen Unterschied macht. Das „Igelparadies“ wird sie auch in Zukunft begleiten – als Ort zum Beobachten, Entdecken und Staunen und vielleicht schon bald als Zuhause für seinen ersten stacheligen Bewohner.





