Aus den KiTas
KiTas feiern Erntedank
In diesen Tagen feiern Christen das Erntedankfest. Es erinnert an die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur und daran, dass die Lebensgrundlagen der Menschen nicht selbstverständlich sind. Dabei geht es nicht nur um die Gaben der Ernte, sondern auch um die Verantwortung des Menschen für die Natur. Die Kinder erfahren, dass ein bewusster und sorgsamer Umgang mit der Umwelt zum christlichen Verständnis von Schöpfungsverantwortung gehört.
Für einen religiösen Impuls wurde in der KiTa Heilige Familie in Gelsenkirchen eine besondere Mitte gestaltet. Naturmaterialien und Lebensmittel wurden liebevoll arrangiert und machen für die Kinder anschaulich, was Ernte und Schöpfung bedeuten. Die Gestaltung lädt zum Betrachten, Erzählen und gemeinsamen Nachdenken ein: Woher kommen unsere Lebensmittel? Was braucht es, damit etwas wachsen kann? Und wofür können wir dankbar sein? So greifen die Kinder die Themen Dankbarkeit, Ernte und Schöpfungsverantwortung auf.
Am 4. Oktober 2026 fand eine Wortgottesfeier der Bochumer Gemeinde St. Franziskus auf dem ehemaligen Bauernhof Tappe-Tiemann zum Thema „Schöpfung und Erntedank“ statt. Die KiTas St. Franziskus, Heilig Kreuz und St. Liborius haben daran teilgenommen und mit über 60 Kindern und ihren Familien den Gottesdienst lebendig mitgestaltet. Der Heilige Franziskus und sein Sonnengesang standen im Mittelpunkt der Wortgottesfeier. Bei strahlendem Sonnenschein und musikalischer Begleitung durch die Franziskaner Band hat das Beisammensein allen viel Freude bereitet. Gemeinsam mit den Kita-Kindern entstand während des Gottesdienstes das große Legebild vor dem Altar.
Unter dem Motto „Gott schenkt – wir teilen“ feierten die Kinder der KiTa St. Michael in Gelsenkirchen eine Wortgottesfeier zum Abschluss ihres religiösen Projektes rund um den Weltkindertag und Erntedank. In den vergangenen zwei Wochen standen dafür Bollerwagen in der KiTa bereit, die von den Kindern und ihren Familien nach und nach mit haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Buntstiften und vielen weiteren Spenden gefüllt wurden. Auch in der Wortgottesfeier spielten die gefüllten Bollerwagen eine wichtige Rolle. Anhand eines Brotes gingen die Kinder gemeinsam der Frage nach, wie viele Menschen eigentlich daran beteiligt sind, bis ein Brot auf unserem Tisch liegt: vom Bauern, der das Korn anbaut und erntet, über die Herstellung des Mehls bis hin zum Bäcker. Dabei wurde auch deutlich, was wir Menschen nicht selbst machen können: Gott schenkt uns die Erde, die Sonne und den Regen und lässt wachsen, was wir zum Leben brauchen. Doch nicht alle Menschen haben jeden Tag genug zu essen. Die biblische Geschichte von der Speisung der Fünftausend zeigte den Kindern, dass auch eine kleine Gabe viel bewirken kann. Ein Junge teilte das Wenige, das er hatte – und am Ende wurde daraus genug für viele. Genau diese Erfahrung konnten die Kinder anschließend selbst machen: Nach der Wortgottesfeier übergaben sie die gemeinsam gesammelten Spenden an die Tafel. So wurde das Motto „Gott schenkt – wir teilen“ für die Kinder ganz konkret erfahrbar: dankbar wahrzunehmen, was wir haben, an andere Menschen zu denken und zu erleben, dass aus vielen kleinen Gaben etwas Großes entstehen kann.
Feste geben Orientierung und schaffen Gemeinschaft
Erntedank ist Teil des christlichen Jahreskreises. Feste und besondere Zeiten strukturieren das Jahr, verbinden Menschen miteinander und bewahren Traditionen. Zugleich schaffen sie Raum für gemeinsames Feiern, Erinnern und Nachdenken. Für die Kinder wird Erntedank dadurch zu einem Fest, das Kopf, Herz und Sinne anspricht. Sie erleben Gemeinschaft, entdecken die Vielfalt der Schöpfung und setzen sich mit der Frage auseinander, was in ihrem eigenen Leben wichtig und wertvoll ist.





