10.11.2025
Verbandsmitteilungen

Klausurtag zum Thema Adultismus

Adultismus ist eine der ersten Diskriminierungserfahrungen, mit denen Kinder aufwachsen: Es ‎beschreibt das Machtverhältnis, das automatisch zwischen Erwachsenen und Kindern besteht. ‎Aufgrund von Körpergröße, mehr Lebenserfahrung und Wissen entsteht eine ‎Ungleichbehandlung. Erwachsene wissen vermeintlich, was für die Kinder gut oder schlecht ist, ‎ohne diese einzubeziehen. Dieses Machtverhältnis ist gerade im pädagogischen Kontext zu ‎hinterfragen.‎

Die Essener KiTa-Leitungen der Pfarreien St. Gertrud, St. Ludgerus und St. Josef (Ruhrhalbinsel) ‎haben sich mit diesem Thema in Rahmen eines Klausurtags intensiv beschäftigt – zusammen mit ‎der zuständigen Gebietsleitung Jeannette Tenbusch und Andrea Wenzel, Fachberatung vor Ort. In ‎einem gemeinsamen Workshop erarbeiteten sie verschiedene „Erwachsenensätze“, die ‎adultistisches Verhalten widerspiegeln. Beispiele wie „Das ist nichts für deine Ohren!“, „Ab ins ‎Bett!“ oder „Dafür bist du noch zu klein!“ zeigen auf, wie Kinder durch Sprache entmündigt werden ‎können.‎

‎„Mit dem Klausurtag möchten wir unsere KiTa-Leitungen für eine inklusive Sprache und Haltung ‎sensibilisieren“, so Andrea Wenzel. Bei der Auseinandersetzung geht es vor allem darum, den ‎Einfluss der Erwachsenen auf die Kinder zu reflektieren und bestehende Regeln zu hinterfragen. ‎‎„Die Kinder sollen durch die KiTa-Mitarbeiter*innen darin bestärkt werden, ihre Lebenswelt ‎mitzugestalten und eigene Entscheidungen zu treffen“, so die Fachberaterin.‎