18.02.2026
Aus den KiTas

‎‎Mit Ritualen in die Fastenzeit: KiTas gestalten den Aschermittwoch bewusst

Mit dem heutigen Aschermittwoch endet offiziell der Karneval und die Fastenzeit beginnt – eine Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf das Osterfest. Viele KiTas haben diesen Tag gemeinsam mit den Kindern bewusst gestaltet und mit besonderen Ritualen begangen.

In der KiTa St. Ludgerus in Gelsenkirchen stand der Aschermittwoch ganz im Zeichen eines „Lichtmoments“. Im Außenbereich wurden zunächst symbolisch die bunten Luftschlangen verbrannt – ein sichtbares Zeichen dafür, dass die fröhliche Karnevalszeit nun endet. Anschließend kamen die Kinder und Erzieher*innen zu einem kurzen Impuls zusammen: Es wurde gebetet, gesungen und allen, die es wollten, ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet. Unter dem Motto „Gott macht alles neu“ wurde der Übergang in die Fastenzeit als Chance verstanden, bewusst innezuhalten und Neues zu beginnen.

Die KiTa St. Franziskus in Bochum stellt die kommenden 40 Tage unter den besonderen Segen Gottes. Die Kinder haben gemeinsam entschieden, in der Fastenzeit auf süßes Essen zu verzichten. Auch die Räume der KiTa werden in dieser Zeit bewusst reduziert gestaltet: weniger Dekoration, weniger Spielzeug, mehr Raum für Ruhe und Wahrnehmung. Mit den Worten „Gott hat dich lieb, schön, dass du da bist“ erhielten alle Kinder und Erzieher*innen, die dies wünschten, das Aschekreuz – als Zeichen des Neubeginns und der Begleitung durch Gott.

In der KiTa St. Barbara in Duisburg wurde der Übergang in die Fastenzeit ebenfalls bewusst gestaltet. Neben einer Wortgottesfeier mit Segnung und der Möglichkeit, ein Aschekreuz zu empfangen, wählte das Team einen kreativen Zugang: Gemeinsam mit den Kindern entstand ein Friedenskreuz, das aus vielen einzelnen Elementen gelegt wurde. Dabei überlegten die Kinder, welche Zeichen für Frieden stehen – etwa die Taube – und was Frieden im Miteinander bedeutet. Das Friedenskreuz hat nun seinen Platz am Herzensort der KiTa, direkt am Eingang, und erinnert die Kinder bereits beim Ankommen jeden Morgen an die Fastenzeit.

Rituale wie das Verbrennen der Luftschlangen, das gemeinsame Gebet oder das Empfangen des Aschekreuzes helfen Kindern, Übergänge bewusst wahrzunehmen und ihnen eine Bedeutung zu geben. Die Fastenzeit wird so nicht als Zeit des Verbots verstanden, sondern als Einladung, Neues auszuprobieren, Gewohntes zu hinterfragen und den Blick zu schärfen für das, was wirklich wichtig ist.