13.10.2026
Verbandsmitteilungen

Taufe hautnah: KiTa-Kinder begleiten ihre Freunde Ella und Magnus auf ihrem ‎besonderen Weg

Wenn Kinder in Wasser eintauchen, ihren Namen ganz bewusst hören und eine Taufkerze entzündet wird – dann ist ein religiöses Zeichen plötzlich greifbar. Für die Kinder der KiTa St. Maria Magdalena in Bochum-Wattenscheid wurde die Taufe jetzt zu einem besonderen Erlebnis: Sie konnten miterleben, wie ihre KiTa-Freunde Ella und Magnus am Sonntag, 4. Oktober 2026, in der Kirche St. Maria Magdalena das Sakrament der Taufe empfingen.

Schon seit Wochen hatten sich die Kinder auf diesen Tag vorbereitet. Gemeinsam mit Jenny Meurer-Eichhorn, der Religionsbeauftragten der KiTa, und Gemeindereferentin Gertrude Knepper aus der Pfarrei St. Gertrud von Brabant beschäftigten sie sich mit dem Thema Taufe. Dabei ging es nicht nur darum, zu erfahren, was bei dieser Feier geschieht, sondern auch darum, die entsprechenden Symbole kennenzulernen. „Eine Taufe im KiTa-Alter gemeinsam mit den Freunden zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Die Kinder können das, worüber wir gesprochen haben, unmittelbar sehen und erfahren“, sagt Jenny Meurer-Eichhorn. 

KiTa-Kinder gehen auf Entdeckungsreise

Immer wieder besuchten die Kinder dafür die benachbarte Kirche, schauten sich das Taufbecken an und lernten die vier zentralen Taufsymbole kennen: Licht, Kleid, Name und Wasser. Gerade das Wasser konnten die Kinder dabei nicht nur anschauen. Das begehbare Taufbecken konnten die Kinder selbst mit nackten Füßen betreten und sich das Wasser über Hände und Füße laufen lassen. Sie legten gefaltete Papierblüten in das Taufbecken, die sich bei Wasserkontakt öffneten und blühten. Wasser symbolisiert das Leben, das wissen die KiTa-Kinder ganz genau. Und Wasser brauchen nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere und Pflanzen.

Welche Bedeutung haben Licht, Taufkleid und der Name bei der Taufe?  „Wir haben mit den Kindern die einzelnen Symobole besprochen“, sagt Meurer-Eichhorn und ergänzt „Die Kinder lernten, dass die Taufkerze für Jesus Christus als Licht im Leben steht und daran erinnern soll, dass niemand seinen Weg allein gehen muss. Beim weißen Taufkleid ging es um die Bedeutung eines neuen Anfangs und darum, dass der Mensch von Gott angenommen ist.“ 

Die besondere Bedeutung des Namens hat Gertrude Knepper näher beleuchtet: „Bei der Taufe wird jeder Täufling persönlich angesprochen – Gott kennt und liebt jeden Menschen bei seinem Namen.“ Auch die Familien der Kinder wurden in die Vorbereitung einbezogen. Sie wurden gebeten, Briefe zu schreiben, in denen sie erklärten, warum sie ihrem Kind den jeweiligen Namen gegeben hatten. „Wir haben den Kindern die Briefe vorgelesen. So konnte jedes Kind noch einmal erfahren, wie besonders es ist“, sagt Knepper.

So wurde aus den Vorbereitungstreffen Schritt für Schritt eine gemeinsame Entdeckungsreise. Die Kinder konnten Fragen stellen, Symbole kennenlernen und die Kirche als einen Ort entdecken, an dem ihr Glaube sichtbar und erfahrbar wird. Der Höhepunkt war dann die Taufe selbst:

Am Sonntag, 4. Oktober 2026, war es dann so weit. Um 15 Uhr versammelten sich Ella und Magnus mit ihren Familien und Pat*innen in der Kirche St. Maria Magdalena – und mit ihnen zahlreiche Kinder aus der KiTa sowie deren Familien. 

„Wenn Kinder die Taufe eines anderen Kindes miterleben, wird Glaube für sie ganz konkret. Sie kennen die fünfjährige Ella und den zweijährigen Magnus aus der KiTa und können dadurch unmittelbar erfahren, was Taufe bedeutet. Genau solche Begegnungen bleiben Kindern in Erinnerung und können ihnen zeigen: Kirche und Glaube gehören zu unserem Leben und zu unserer Gemeinschaft dazu“, erklärt Gemeindereferentin Gertrude Knepper.

KiTas sind pastorale Orte

Die enge Zusammenarbeit von KiTa und Gemeinde schafft dabei Räume, in denen Kinder Kirche nicht nur kennenlernen, sondern als Teil ihrer Lebenswelt erfahren können: Gemeinsame Feste, gegenseitige Besuche und religiöse Angebote gehören selbstverständlich zum Miteinander. So gestaltet Gertrude Knepper beispielsweise Wortgottesfeiern mit den Kindern oder zeigt ihnen die Besonderheiten der Kirche.

Darüber hinaus findet aber auch im KiTa-Alltag Seelsorge statt: „KiTas sind pastorale Orte. Hier findet jeden Tag religiöses Leben statt“, betont Meurer-Eichhorn und ergänzt: „In der KiTa begegnen sich Kinder und Familien jeden Tag, es werden Fragen gestellt, Feste gefeiert und Erfahrungen geteilt. Aus dieser täglichen Begegnung entsteht Seelsorge, die sich an den konkreten Lebenswelten der Kinder und Familien orientiert.“