Aus den KiTas
Gefühle, Sprache und Beteiligung: neue Impulse im KiTa-Alltag
In der Gelsenkirchener KiTa St. Ludgerus bereichern gleich mehrere neue Angebote den Alltag der Kinder: Ein Gefühlsbarometer und die „Gebärde der Woche“ unterstützen die Kinder dabei, ihre Gefühle wahrzunehmen und sich auszudrücken. Die Mitarbeitenden haben sich außerdem mit dem Thema Adultismus beschäftigt und daraus Alternativen abgeleitet, um Sprache im KiTa-Alltag bewusster zu gestalten.
Gefühle sichtbar machen: Nach dem Morgenkreis können die Kinder am Gefühlsbarometer zeigen, wie sie sich gerade fühlen. Dafür werfen sie eine Kugel in das passende Feld. Das Barometer orientiert sich an dem Buch „Das Farbenmonster“ von Anna Llenas und bietet den Kindern eine einfache Möglichkeit, ihre aktuelle Stimmung mitzuteilen.
Bewusst miteinander sprechen: Die Elementarpädagog*innen haben sich mit dem Thema Adultismus beschäftigt. Adultismus beschreibt das Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern, bei dem die Perspektiven und Gefühle von Kindern nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Mitarbeitenden sammelten typische Aussagen aus dem Alltag und formulierten passende Alternativen. Die Beispiele wurden auf roten und grünen Karten festgehalten und hängen nun als Mobile im Bistro. So bleiben sie im Alltag präsent und laden dazu ein, die eigene Sprache zu reflektieren.
Gebärdengestützte Kommunikation: Mit der „Gebärde der Woche“ setzt die KiTa einen weiteren Schwerpunkt auf Sprache. Jede Woche werden zwei neue Gebärden eingeführt, die die Kinder im KiTa-Alltag und darüber hinaus auch zuhause verwenden. Die lautsprachunterstützenden Gebärden verbessern das Verständnis der Kinder untereinander, stärken ihr Selbstvertrauen und helfen ihnen dabei, sich auszudrücken.
Mit den unterschiedlichen Impulsen werden die Kinder darin bestärkt, ihre Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse wahrzunehmen und mitzuteilen und sich so aktiv in den KiTa-Alltag einzubringen.



