27.05.2026
Verbandsmitteilungen

Kinderreport 2026: Mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung! ‎

Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Bundesbildungsministerin Karin Prien stellten am 26. Mai 2026 den diesjährigen Kinderreport zum Thema chancengerechte Bildung vor. Der Bericht enthält eine repräsentative forsa-Umfrage: Erwachsene und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren wurden gefragt, wie sie den Ist-Zustand der chancengerechten Bildung in Deutschland einschätzen und welche konkreten Veränderungen und Maßnahmen sie für wichtig halten.

Die Befragten…

  • fordern mehr staatliche Investitionen und umfangreiche Reformen im Bildungssystem, um insbesondere Kindern, die von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
  • sprechen sich für bundesweit einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen sowie kostenfreie KiTas aus.
  • wünschen sich mehr qualifiziertes Personal an Schulen und KiTas, um pädagogische Fachkräfte von organisatorischen Aufgaben zu entlasten.
  • halten eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bildungsinstitutionen (KiTas, Schulen, Kinder- und Jugendarbeit) für wichtig.
  • befürworten verbindliche Lern-/Sprachförderangebote und mehr psychosoziale Beratungsmöglichkeiten.
  • begrüßen die Förderung von Mitbestimmung, Teilhabe und Demokratiebildung in KiTa und Schule.

Hintergrund der Befragung ist die Tatsache, dass Bildungschancen in Deutschland wesentlich von Bildung und Einkommen der Eltern abhängen.

„Kinder haben ein Recht auf Bildung“, erklärt Verena kleine Holthaus, Geschäftsführerin im KiTa Zweckverband. „In unseren KiTas setzen sich die Teams jeden Tag dafür ein, dass Kinder bestmögliche Startchancen erhalten und sie sich individuell entfalten können.“

Die pädagogische Arbeit im KiTa Zweckverband basiert auf einer offenen Haltung, die von Toleranz, Wertschätzung und Inklusion geprägt ist. Ziel der offenen Arbeit ist, eine inklusive Gesellschaft zu unterstützen, die die Teilhabe aller Menschen realisiert. Damit einher geht die Bereitschaft, neuen Prozessen, unterschiedlichen Entwicklungen von Kindern und Erwachsenen vorurteilsfrei gegenüberzustehen und neue Ideen, Lösungen und Sichtweisen zuzulassen.

„Als christlicher Träger sehen wir unseren Auftrag, dort zu sein, wo wir am dringendsten gebraucht werden. Im Sinne der Chancengerechtigkeit setzen wir daher insbesondere in herausfordernden Sozialräumen auf qualitative Sozialarbeit.“ 

Die befragten Personen im Kinderreport fordern insbesondere eine gute Finanzierung und mehr Personal im Bereich Bildung. Solide Rahmenbindungen seien unverzichtbar, doch für ein inklusives und gerechtes Miteinander braucht es mehr, findet Verena kleine Holthaus: „Nicht nur die Bildungseinrichtungen KiTa und Schule, sondern die Gesamtgesellschaft ist gefordert, sich für das Recht auf Bildung stark zu machen. Für ein gesundes Aufwachsen und ein friedliches Miteinander braucht es Solidarität und gemeinschaftliches Engagement!“

Weitere Informationen direkt beim Deutschen Kinderhilfswerk unter:  https://www.dkhw.de/informieren/unsere-themen/kinderrechte/kinderreport/

Bildquelle Startbild: ChatGPT