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Mehr Zeit im Grünen: KiTa St. Rita in Lüdenscheid setzt auf Natur- und Erlebnispädagogik
Rund 20 Kinder der katholischen KiTa St. Rita verbringen einen Großteil des pädagogischen Alltags künftig im Freien. Pünktlich zum neuen KiTa-Jahr wurde ein Bauwagen auf dem Außengelände der KiTa aufgestellt. Der neue Bildungsraum bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten, ihre Umwelt zu erkunden und ökologische Zusammenhänge zu entdecken.
Ein LKW bahnt sich seinen Weg durch die schmalen Straßen Lüdenscheids. Er liefert den neuen Bauwagen für das Außengelände der KiTa St. Rita. Kinder und pädagogische Fachkräfte beobachten gespannt, wie der Bauwagen Stück für Stück und mit großer Präzision an seinen vorgesehenen Platz manövriert wird. Kurz darauf können sie einen ersten Blick in den neuen Holzwagen werfen. Mit Podesten, Regalen und Tischen bietet er Raum für pädagogische Angebote und dient als Rückzugsort und Schutzraum bei schlechtem Wetter.
Spielend die Umwelt entdecken
Die meiste Zeit werden die KiTa-Kinder jedoch draußen verbringen. Auf dem Außengelände, im nahegelegenen Park und an weiteren Erlebnisorten in der Natur. Tiere und Pflanzen kennenlernen, die verschiedenen Jahreszeiten und ihre Besonderheiten entdecken und ökologische Abläufe verstehen: All das wird Teil des pädagogischen Alltags.
„Wir möchten den Kindern die Möglichkeit geben, Natur unmittelbar zu erleben und eine Beziehung zu ihrer Umwelt aufzubauen. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es unverzichtbar, sie für die Besonderheiten unserer Natur zu sensibilisieren. Als katholische KiTa sehen wir es als unseren Auftrag, Gottes Schöpfung wertschätzen und gemeinsam mit den Kindern zu erkunden, welche Gaben die Natur uns gibt“, erläutert KiTa-Leiterin Jennifer Köcke.
Naturpädagogik im bestehenden Gruppenmodell
Der neue Bildungsbereich wird in die bestehende Gruppenstruktur integriert. Die KiTa besteht aus einer Gruppe des Typs I für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren sowie zwei Gruppen des Typs III für Kinder von drei bis sechs Jahren. Zunächst nehmen die Kinder rollierend am Naturangebot teil. „Im Laufe der Zeit werden wir gemeinsam auswerten, für wen das Angebot besonders passend ist und welche Erfahrungen wir damit sammeln“, so Köcke.
Mit dem neuen Angebot stärkt die KiTa den Bildungsbereich der ökologischen Bildung. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem ein achtsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen und Lebensräumen. Durch die regelmäßige Zeit in der Natur erhalten die Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihre Umwelt selbstständig zu erkunden, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu sammeln.
Naturgruppen mit Bauwagen sind im KiTa Zweckverband bereits etabliert. Auch die Essener KiTas St. Kamillus, St. Antonius und St. Franziskus verfügen über einen Holzwagen und gestalten den pädagogischen Alltag überwiegend im Freien.


